Handwerkersoftware Elektro: Die richtige Lösung für Elektrobetriebe finden
Welche Handwerkersoftware Elektro wirklich zu deinem Betrieb passt, entscheidet sich nicht am Preis — sondern an GoBD, DATEV-Export und §13b. Wir zeigen dir die Checkliste und wo Hero365 ehrlich an seine Grenzen kommt.

Freitagnachmittag, 16:30 Uhr. Ein Kunde ruft an, weil die FI-Schutzschalter im Altbau ständig auslösen. Du steckst unter einer Zählerschrank-Erneuerung, dein Geselle ist beim nächsten Kunden, und das Handy klingelt durch, weil du keine Hand frei hast. Nach Feierabend sitzt du dann noch eine Stunde am Küchentisch und tippst das Angebot für die PV-Wallbox-Kombi ab, die du am Vormittag besichtigt hast. Kommt dir bekannt vor?
Genau da setzt die Suche nach der richtigen Handwerkersoftware Elektro an. Nicht weil Software an sich toll ist — sondern weil ein Elektrobetrieb mit 3, 6 oder 12 Mitarbeitern nicht noch einen Vollzeit-Bürojob obendrauf verträgt. Die Frage ist nicht “brauche ich Software”, sondern “welche Software für Elektriker deckt das ab, was mein Betrieb wirklich braucht — und was kostet mich das am Ende wirklich”.
Warum Software elektrohandwerk anders ticken muss als generische Tools
Ein Elektrobetrieb hat andere Abläufe als ein Malerbetrieb oder ein Gartenbauer. Du brauchst keine Farbmuster-Verwaltung, aber du brauchst:
- Abschlagsrechnungen bei größeren Projekten wie Zählerschrank-Sanierungen oder PV-Anlagen — Material vorstrecken kann sich kein Kleinbetrieb leisten
- Prüfprotokolle für E-Checks und Messungen, die du im Zweifel dem Kunden oder Versicherer vorlegen musst
- §13b-fähige Rechnungsstellung, sobald du für Generalunternehmer oder andere Bauleister als Subunternehmer arbeitest (Reverse-Charge-Verfahren)
- Angebote mit Varianten — Standard-Absicherung vs. Smart-Home-Ausbau vs. PV-Erweiterung, damit der Kunde selbst entscheiden kann
Wer generische Handwerkersoftware oder eine reine Rechnungs-App nimmt, merkt spätestens beim ersten größeren Auftrag, dass ihm die Zwischenschritte fehlen. Und wer komplett ohne Software arbeitet, verliert Zeit, die er auf der Baustelle bräuchte — dazu mehr in unserem Vergleich der besten kostenlosen Optionen für Kleinbetriebe.
Die Compliance-Checkliste, die wirklich zählt
Bevor du dich für irgendeine Software für Elektrohandwerk entscheidest, prüf diese fünf Punkte. Das sind keine Nice-to-haves, das sind Dinge, die dich bei einer Betriebsprüfung oder einem Kundenstreit richtig teuer zu stehen kommen können, wenn sie fehlen.
XRechnung / ZUGFeRD: Arbeitest du für Kommunen, Behörden oder größere öffentliche Auftraggeber, brauchst du elektronische Rechnungen im XRechnung- oder ZUGFeRD-Format. Ohne das bekommst du deine Rechnung schlicht nicht bezahlt.
GoBD-Konformität: Deine Rechnungsnummern müssen lückenlos und unveränderbar sein. Klingt trocken, ist aber der erste Punkt, den ein Betriebsprüfer checkt. Software, die dir erlaubt, Rechnungen nachträglich zu löschen oder Nummern zu überspringen, bringt dich in Erklärungsnot.
DATEV- bzw. SKR-Export: Dein Steuerberater will die Buchhaltungsdaten in einem Format, das er direkt einlesen kann. Kein Export heißt: Du oder dein Steuerberater tippt alles händisch nach — Zeit, die doppelt kostet.
Abschlags- und Schlussrechnung: Gerade bei größeren Elektroprojekten (Neubau-Erstinstallation, PV mit Speicher, komplette Smart-Home-Verkabelung) brauchst du sauber getrennte Teil- und Endrechnungen. Wer das nicht abbilden kann, muss improvisieren — und Improvisation vor dem Finanzamt ist selten eine gute Idee.
§13b Reverse-Charge: Arbeitest du als Subunternehmer für einen Generalunternehmer, gilt oft das Reverse-Charge-Verfahren — die Umsatzsteuerschuld geht auf den Auftraggeber über. Deine Rechnung muss das korrekt ausweisen, sonst reißt du dir und deinem Kunden ein Loch in die Buchhaltung.
Diese fünf Punkte sind der objektive Filter. Frag jeden Anbieter konkret danach, bevor du unterschreibst — nicht “haben Sie das”, sondern “zeigen Sie mir eine Beispielrechnung”.
Was am Markt verfügbar ist
Am deutschen Markt für Software elektrohandwerk gibt es einige etablierte Namen, die diese Compliance-Anforderungen mitbringen.
Lexware handwerk ist ein bekannter Name mit handwerksspezifischen Funktionen wie Aufmaßberechnung, Serviceaufträgen und §35a-Nachweis. Die Preise sind öffentlich: 26,40 € mtl. zzgl. MwSt. (oder 316,80 € jährl.) für die Variante handwerk plus mit einem Arbeitsplatz, 66,90 € mtl. zzgl. MwSt. (oder 802,80 € jährl.) für handwerk premium mit fünf Arbeitsplätzen. Wichtig: Das ist ein anderes Produkt als das teurere Bundle Financial Office Handwerk — beim Vergleichen unbedingt genau hinschauen, welche Variante ein Angebot meint.
Sage 50 Handwerk richtet sich eher an kaufmännisch orientierte Betriebe mit Auftragsbearbeitung, Projektverwaltung und Lagerhaltung. Auch hier ist die Preisstruktur öffentlich: Essential ab 19,90 €/Monat zzgl. MwSt. für einen Benutzer, Enterprise ab 55 €/Monat zzgl. MwSt. für unbegrenzt viele Benutzer — allerdings bei jährlicher Rechnungsstellung und 12 Monaten Mindestvertragslaufzeit. Wer Finanzbuchhaltung, Nachkalkulation, GAEB/IDS-Schnittstellen oder Dokumentenmanagement braucht, zahlt für diese Module extra dazu.
Plancraft positioniert sich mit einem KI-Narrativ, einer digitalen Plantafel, Angeboten und einer App — spricht also ähnliche Zielgruppen an wie Hero365. Plancraft veröffentlicht seine Preise allerdings nicht öffentlich, sondern arbeitet mit individuellen Angeboten. Wenn du dort anfragst, lass dir die Compliance-Checkliste von oben konkret bestätigen, bevor du über den Preis sprichst.
Bei allen drei Anbietern gilt: Verlang eine Demo-Rechnung mit Abschlagsrechnung, prüf, ob DATEV-Export wirklich enthalten ist oder ein Zusatzmodul, und frag nach dem §13b-Fall konkret.
Wo Hero365 aktuell steht — und wo nicht
Wir sind ehrlich zu dir, weil du sonst in drei Monaten selbst draufkommst und uns zu Recht nicht mehr vertraust: Hero365 deckt aktuell keine XRechnung, kein ZUGFeRD, kein GoBD-konformes Rechnungsnummernsystem, keinen DATEV- oder SKR-Export und keine §13b-Rechnungsstellung ab. Wenn du für Kommunen arbeitest oder als Subunternehmer regelmäßig Reverse-Charge-Rechnungen stellen musst, ist das für dich heute ein Ausschlusskriterium — und das solltest du wissen, bevor du Zeit in eine Testphase investierst.
Was Hero365 als Hero AI stattdessen für dich übernimmt: Dein digitaler Mitarbeiter nimmt Anrufe rund um die Uhr an — die meisten Kleinbetriebe verpassen etwa 40 % ihrer Anrufe außerhalb der Geschäftszeiten, Hero AI beantwortet sie alle und trägt den Termin direkt in deinen Kalender ein. Aus einer Sprachnachricht zur Zählerschrank-Besichtigung erstellt Hero AI in unter einer Minute ein Gut-Besser-Best-Angebot mit drei Varianten, statt dass du tagelang hinterhertelefonierst. Und wenn eine Rechnung überfällig ist, erinnert Hero AI den Kunden automatisch — bevor du selbst danach fragen musst.
Das ist kein Ersatz für GoBD-konforme Buchhaltung. Aber wenn dein größtes Problem gerade lautet “ich verpasse Anrufe, während ich auf der Leiter stehe” oder “ich schreibe Angebote um 22 Uhr am Küchentisch”, dann ist genau das dein Engpass — nicht die Rechnungsnummernkette.
Wie du entscheidest, was für deinen Betrieb passt
Mach eine ehrliche Bestandsaufnahme, bevor du dich für Handwerkersoftware Elektro entscheidest:
- Arbeitest du für Kommunen oder Generalunternehmer? Dann brauchst du XRechnung- und §13b-Fähigkeit als Pflichtkriterium — Lexware handwerk oder Sage 50 Handwerk kommen dafür eher infrage als reine Kommunikations-Tools.
- Ist dein größtes Problem verpasste Anrufe und langsame Angebote? Dann lohnt sich ein zweiter Blick auf das, was Hero AI übernimmt — vor allem, wenn du keine großen öffentlichen Aufträge stemmst.
- Brauchst du beides? Manche Betriebe kombinieren bewusst zwei Lösungen — eine für Buchhaltung/Compliance, eine für Termine und Kundenkontakt. Das ist kein Kompromiss, sondern oft die pragmatischste Lösung für einen 5-Mann-Betrieb.
Wer noch ganz am Anfang steht und erstmal grundsätzlich verstehen will, welche Kategorien von Handwerkersoftware es überhaupt gibt, findet einen breiteren Überblick in unserem kompletten Leitfaden zu Handwerkersoftware 2026.
Fang klein an, teste ehrlich
Du musst dich nicht sofort für eine All-in-One-Lösung entscheiden. Prüf zuerst, was dich diese Woche am meisten Zeit kostet — verpasste Anrufe, langsame Angebote, offene Rechnungen oder die Buchhaltung selbst. Dann wähl gezielt.
Wenn dein Engpass Anrufe und Angebote sind, kannst du Hero AI ab 19,99 €/Monat ausprobieren — ohne Demo-Termin, ohne Einrichtungsgebühr, einfach über die Hero365 App herunterladen und loslegen. Für die GoBD- und DATEV-Seite deines Betriebs schau dir Lexware handwerk oder Sage 50 Handwerk direkt an und lass dir eine Beispielrechnung mit Abschlagsrechnung zeigen, bevor du unterschreibst.
Damit du erst gar nicht mehr Anrufe verlierst als nötig, während du dich entscheidest: Schau dir an, wie du nie wieder einen Anruf verpasst — unabhängig davon, für welche Software du dich am Ende entscheidest.


